Mysimba ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Gewichtsreduktion bei Adipositas. Es kombiniert zwei Wirkstoffe, die im Gehirn auf Appetit und Belohnungssystem einwirken.
Funktionsweise: Naltrexon und Bupropion beeinflussen gemeinsam Hirnregionen, die Hunger und Essverlangen steuern. Der Ansatz zielt weniger auf körperlichen Hunger als auf den Impuls zu essen.
- Anwendung: Tabletten, zweimal täglich
- Wirkstoffe: Naltrexon 8 mg und Bupropion 90 mg
- Wirkt auf Heißhunger und emotionales Essen
- Aufdosierung über vier Wochen erforderlich
- Umfangreiche Gegenanzeigen zu beachten
- Verschreibungspflichtig
Wirkstoff: Naltrexon (8mg) mit Bupropion (90mg)
Im Preis: Medikament, Rezept, Versand, Service
Vorrat: Lieferbar innerhalb von 24 Stunden
Mysimba mit Online Rezept:
| Dosis | Menge | Preis | Anfrage: |
|---|---|---|---|
| 8 mg / 90 mg | 112 Tabletten | 219 € | Anfordern |
| 8 mg / 90 mg | 224 Tabletten | 369 € | Anfordern |
| 8 mg / 90 mg | 336 Tabletten | 499 € | Anfordern |
- Du füllst einen Fragebogen für die Behandlung mit Mysimba aus und überweist den Gesamtbetrag.
- Nach Eingang des Betrags (oder Beleg der Überweisung) chattest du mit einem Arzt.
- Der Arzt kann dir noch am selben Tag ein Rezept für das geforderte Medikament ausstellen.
- Die Apotheke verschickt noch am selben Abend nach Rezeptempfang das Medikament per Express.
Mysimba ist zugelassen zur Gewichtsreduktion bei Erwachsenen in Verbindung mit einer kalorienreduzierten Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität.
Nach den Zulassungskriterien kommt eine Behandlung infrage bei:
- BMI ab 30 (Adipositas), oder
- BMI ab 27 in Verbindung mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörung
Besonders geeignet ist Mysimba, wenn Heißhungerattacken und emotionales Essen im Vordergrund stehen – also wenn nicht körperlicher Hunger das Problem ist, sondern der Drang zu essen bei Stress, Langeweile oder Frust.
Nicht geeignet ist Mysimba zur kosmetischen Gewichtsreduktion bei Normalgewicht. Bei einer bestehenden oder früheren Essstörung wie Bulimie oder Magersucht ist die Anwendung ausdrücklich ausgeschlossen.
Mysimba hat die umfangreichste Liste an Gegenanzeigen unter den Abnehmpräparaten. Die ärztliche Prüfung ist hier besonders wichtig – lies den Abschnitt zu den Gegenanzeigen sorgfältig durch.
Die beiden Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen Stellen an und verstärken sich gegenseitig.
Bupropion hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. Es aktiviert dadurch Nervenzellen im Hypothalamus, die ein Sättigungssignal aussenden und den Energieverbrauch erhöhen. Bekannt ist der Wirkstoff auch aus der Raucherentwöhnung.
Naltrexon ist ein Opioid-Gegenspieler. Diese Nervenzellen bremsen sich normalerweise über körpereigene opioidähnliche Substanzen selbst aus – Naltrexon blockiert diese Bremse. Dadurch bleibt die Wirkung des Bupropions länger erhalten.
Zusätzlich wirken beide auf das Belohnungssystem. Essen löst dort Dopamin aus – besonders bei fett- und zuckerreichen Lebensmitteln. Genau dieser Mechanismus steht hinter Heißhunger und emotionalem Essen. Mysimba dämpft ihn.
- Mysimba beeinflusst nicht die Fettaufnahme im Darm.
- Es verlangsamt nicht die Magenentleerung wie GLP-1-Analoga.
Was das praktisch bedeutet: Anwender beschreiben häufig, dass der Drang zu naschen nachlässt und Essen weniger im Mittelpunkt der Gedanken steht. Das körperliche Hungergefühl bleibt dagegen weitgehend erhalten.
Mysimba wird über vier Wochen einschleichend dosiert. Das Schema ist etwas komplexer als bei anderen Präparaten und sollte genau eingehalten werden.
- Woche 1: Eine Tablette morgens.
- Woche 2: Eine Tablette morgens und eine abends.
- Woche 3: Zwei Tabletten morgens und eine abends.
- Ab Woche 4: Zwei Tabletten morgens und zwei abends – die Erhaltungsdosis.
Weitere Punkte zur Einnahme:
- Zu einer Mahlzeit einnehmen, das verbessert die Verträglichkeit deutlich.
- Nicht zu einer fettreichen Mahlzeit – das kann die Aufnahme verändern.
- Tabletten unzerkaut schlucken. Sie dürfen nicht geteilt oder zerkleinert werden, da der Wirkstoff sonst zu schnell freigesetzt wird.
- Die Abenddosis nicht zu spät einnehmen, um Schlafstörungen zu vermeiden.
- Kein Alkohol während der Behandlung – siehe Abschnitt zum Krampfanfallrisiko.
Warum die Aufdosierung wichtig ist: Sie verringert Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen erheblich. Ein zu schneller Aufstieg ist der häufigste Grund für einen Behandlungsabbruch.
Vergessene Dosis: Einfach zur nächsten regulären Einnahme weitermachen. Keine doppelte Menge nehmen – das erhöht das Krampfanfallrisiko.
Bupropion senkt die Krampfschwelle. Das ist der Grund für die umfangreiche Liste an Gegenanzeigen und für die strikte Einhaltung der Höchstdosis.
Das Risiko ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung gering, steigt aber deutlich unter folgenden Umständen:
- Überschreiten der Tageshöchstdosis von vier Tabletten
- Teilen oder Zerkauen der Tabletten – dadurch wird der Wirkstoff zu schnell freigesetzt
- Alkoholkonsum, besonders in größeren Mengen oder bei plötzlichem Absetzen nach regelmäßigem Konsum
- Absetzen von Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen
- Krampfanfälle oder Epilepsie in der Vorgeschichte
- Schädel-Hirn-Trauma oder Tumoren im Zentralnervensystem
- Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht in der Vorgeschichte
- Gleichzeitige Einnahme weiterer Medikamente, die die Krampfschwelle senken
Bei einem Krampfanfall muss die Behandlung dauerhaft beendet werden. Eine Wiederaufnahme ist dann ausgeschlossen.
Verzichte während der Behandlung konsequent auf Alkohol. Das gilt auch für kleinere Mengen.
- Sehr häufig: Übelkeit, Verstopfung, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Mundtrockenheit, Schlafstörungen.
- Häufig: Innere Unruhe, Angstgefühle, Zittern, Herzklopfen, Blutdruckanstieg, Hitzewallungen, Ohrgeräusche, Geschmacksveränderungen, Bauchschmerzen, Haarausfall, vermehrtes Schwitzen.
- Gelegentlich: Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Sehstörungen, Hautausschlag.
- Selten: Krampfanfälle, Halluzinationen, allergische Reaktionen, Leberfunktionsstörungen.
Übelkeit und Kopfschmerzen sind in der Aufdosierungsphase am stärksten und lassen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen nach.
Schlafstörungen lassen sich oft durch eine frühere Einnahme der Abenddosis verbessern.
Der Blutdruck sollte kontrolliert werden, besonders in den ersten Monaten. Bupropion kann sowohl Blutdruck als auch Puls erhöhen.
Sofort ärztliche Hilfe suchen bei:
- Krampfanfall
- Selbstmordgedanken, ausgeprägter Niedergeschlagenheit oder Verwirrtheit
- Hautausschlag mit Blasenbildung oder Beteiligung von Mund und Augen
- Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder anhaltenden Oberbauchschmerzen
- Schwellungen an Gesicht, Lippen oder Zunge sowie Atemnot
Bupropion wirkt auf Botenstoffe, die auch die Stimmung beeinflussen. Es wird in anderen Ländern als Antidepressivum eingesetzt.
Daraus ergeben sich zwei Seiten: Manche Anwender berichten von einer leichten Stimmungsaufhellung, bei anderen können psychische Symptome auftreten oder sich verstärken.
Zu beachten ist besonders:
- Bei bestehender Depression oder anderen psychischen Erkrankungen ist eine engmaschige Begleitung erforderlich.
- Bei bipolarer Störung ist die Anwendung ausgeschlossen – Bupropion kann eine manische Phase auslösen.
- Achte auf Veränderungen deiner Stimmung in den ersten Behandlungswochen und beziehe Angehörige mit ein.
Bei Selbstmordgedanken, ausgeprägter Niedergeschlagenheit oder ungewohnter innerer Unruhe die Behandlung beenden und umgehend ärztliche Hilfe suchen.
Zu bedenken ist auch: Eine Gewichtsabnahme geht bei manchen Menschen mit erheblicher psychischer Belastung einher, unabhängig vom Medikament. Beides sollte ernst genommen werden.
Mysimba kann Schwindel, Benommenheit und Konzentrationsstörungen verursachen. Das gilt besonders in der Aufdosierungsphase und nach jeder Dosissteigerung.
Warte ab, wie du auf das Medikament reagierst, bevor du dich ans Steuer setzt oder Maschinen bedienst.
Zusätzlich zu beachten: Bei einem Krampfanfall unter der Behandlung darf für einen längeren Zeitraum kein Fahrzeug geführt werden. Die entsprechenden Fristen sind rechtlich geregelt und ärztlich zu klären.
Wer sich unter Einfluss beeinträchtigender Medikamente ans Steuer setzt, riskiert nicht nur die Fahrerlaubnis, sondern im Schadensfall auch den Versicherungsschutz.
Mysimba darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Eine Gewichtsabnahme während der Schwangerschaft ist ohnehin nicht angezeigt und kann dem ungeborenen Kind schaden. Für beide Wirkstoffe liegen zudem keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor.
- Bei bestehendem Kinderwunsch sollte die Behandlung nicht begonnen oder beendet werden.
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung zuverlässig verhüten.
- Bei Eintritt einer Schwangerschaft die Einnahme beenden und ärztlich vorstellen.
- In der Stillzeit ist die Anwendung ebenfalls ausgeschlossen. Beide Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über.
Ausgeschlossen ist die Anwendung bei:
- Unbehandeltem oder schwer einstellbarem Bluthochdruck.
- Krampfanfällen oder Epilepsie in der Vorgeschichte.
- Tumoren im Zentralnervensystem.
- Akutem Alkohol- oder Beruhigungsmittelentzug sowie unmittelbar nach abruptem Absetzen dieser Substanzen.
- Bipolarer Störung.
- Bestehender oder früherer Essstörung wie Bulimie oder Magersucht.
- Schwerer Leberfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz.
- Gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern oder innerhalb von 14 Tagen danach.
- Laufender Behandlung mit Opioiden oder Opioidabhängigkeit – Naltrexon kann einen Entzug auslösen.
- Schwangerschaft und Stillzeit.
- Alter über 75 Jahren.
Wichtige Wechselwirkungen:
- Opioide und opioidhaltige Schmerzmittel: Naltrexon hebt deren Wirkung auf. Vor einer geplanten Operation muss Mysimba rechtzeitig abgesetzt werden.
- Antidepressiva, Neuroleptika, Malariamittel, Tramadol, Theophyllin, Kortison: Senken ebenfalls die Krampfschwelle.
- Bestimmte Antidepressiva, Betablocker und Antiarrhythmika: Bupropion hemmt deren Abbau, eine Dosisanpassung kann nötig sein.
- Carbamazepin, Phenytoin, Ritonavir: Beschleunigen den Abbau, die Wirkung kann ausbleiben.
- Levodopa und Amantadin: Verstärkte Nebenwirkungen möglich.
- Alkohol: Erhöht das Krampfanfallrisiko und verstärkt Nebenwirkungen.
- Diabetesmedikamente: Eine Anpassung kann bei Gewichtsabnahme erforderlich werden.
Gib im Fragebogen alle Medikamente an, die du einnimmst – auch rezeptfreie Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
Eine medikamentöse Gewichtsreduktion ist auf Monate angelegt.
- Woche 1 bis 4: Aufdosierungsphase. Nebenwirkungen sind hier am stärksten, die Gewichtsabnahme setzt allmählich ein.
- Monat 2 bis 4: Erhaltungsdosis erreicht, die Wirkung auf Heißhunger und Essverlangen zeigt sich deutlicher.
- Nach 16 Wochen: Zeitpunkt für eine Beurteilung. Wurden bis dahin weniger als fünf Prozent des Ausgangsgewichts abgenommen, sollte die Behandlung nach den Empfehlungen beendet werden.
Die Wirkung fällt in Studien moderater aus als unter GLP-1-Analoga wie Wegovy. Dafür entfällt die Injektion, und der Ansatz über das Belohnungssystem passt für manche Menschen besser zu ihrem Essverhalten.
Die begleitenden Maßnahmen entscheiden über den Erfolg. Mysimba erleichtert es, Impulse zu widerstehen – die veränderten Gewohnheiten muss man selbst aufbauen. Genau diese wirken auch nach dem Absetzen weiter.
Nach Absetzen kommt es ohne beibehaltene Umstellung meist zu einer erneuten Gewichtszunahme.
- Wegovy (Semaglutid): Wirkt über Sättigung und verlangsamte Magenentleerung, wöchentliche Injektion. In Studien die stärkste Gewichtsreduktion.
- Saxenda (Liraglutid): Ebenfalls ein GLP-1-Analogon, tägliche Injektion.
- Rybelsus (Semaglutid als Tablette): Wirkstoff zum Einnehmen mit strengen Einnahmevorgaben.
- Xenical (Orlistat): Hemmt die Fettaufnahme im Darm, wirkt nicht im Gehirn. Kein Eingriff in den Hormon- oder Botenstoffhaushalt, dafür Verdauungsbeschwerden.
- Ernährungsberatung und Verhaltenstherapie: Gerade bei emotionalem Essen der wirksamste langfristige Ansatz. Von den Krankenkassen anteilig bezuschusst.
- Multimodale Programme: Kombinieren Ernährung, Bewegung und psychologische Begleitung.
Bei ausgeprägtem emotionalem Essen ist eine begleitende psychologische Unterstützung besonders sinnvoll – sie setzt an den Auslösern an, während das Medikament nur den Impuls dämpft.
Wenn du noch vor 15 Uhr Mysimba kaufen möchtest, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Arzt die Bestellung noch am selben Tag überprüft. Sollte dir dann ein Rezept ausgehändigt werden können, erfolgt der Versand häufig noch am selben Tag.
Die Bestellung kann dann oft schon am nächsten, spätestens übernächsten Tag in Empfang genommen werden.