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Trimethoprim bei einer Blasenentzündung

Die Blasenentzündung ist eine sehr unangenehme Erkrankung, die häufig mit stärkeren Schmerzen verbunden ist. Nicht nur Frauen sind davon betroffen, sondern auch Männer können an einer Entzündung der Blase leiden. Ursache sind in aller Regel bestimmte Bakterien, die unter anderem mit dem wirksamen Antibiotikum Trimethoprim behandelt werden können.

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Trimethoprim ist ein Antibiotikum, welches in die Reihe der sogenannten Sulfonamide fällt. Alle Medikamente, die dieser Gruppe zuzuordnen sind, können sich dadurch auszeichnen, dass sie den Zellstoffwechsel der Bakterien zerstören. Dieser Zellstoffwechsel ist jedoch für die Ausbreitung der Bakterien von existenzieller Bedeutung, sodass die Wirkung von Trimethoprim darin besteht, die weitere Vermehrung der Viren zu verhindern. In Detail führt die Wirkung des Arzneimittels dazu, dass ein spezielles Enzym gehemmt wird. Dieses Enzym ist für die Bakterien jedoch wichtig, um Folsäure zu produzieren, die für die Existenz der Erreger von größter Bedeutung ist. Kann dieser Mechanismus nicht mehr ausgeführt werden, können sich die Bakterien nicht weiter verbreiten und das Immunsystem schafft es, die noch vorhandenen Erreger abzutöten.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das wirksame Medikament Trimethoprim zu verwenden. Zum einen steht das Arzneimittel in Tablettenform zur Verfügung, sodass die jeweilige Tablette einfach nur geschluckt werden muss. Zum anderen wird das Arzneimittel aber auch als Saft angeboten, welcher dann oral aufzunehmen ist. In beiden Fällen muss der Patient nicht auf eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme achten, sondern die Nutzung des Arzneimittels ist unabhängig von den Mahlzeiten möglich. Abhängig von der Schwere der Blasenentzündung erfolgt die Anwendung des Medikamentes entweder ein- oder zweimal am Tag.

Nicht alle Patienten, die unter einer akuten Blasenentzündung leiden, dürfen das Medikament Trimethoprim nutzen. Wer beispielsweise an einer schweren Nierenfunktionsstörung leidet, darf Trimethoprim nicht einnehmen. Gleiches gilt für Personen, bei denen krankhafte Blutveränderungen bestehen, beispielsweise ein akuter Mangel an Blutplättchen. Ob Sie das Medikament als Frau während einer Schwangerschaft einnehmen sollten, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Es kann nach der Einnahme von Trimethoprim durchaus vorkommen, dass Sie eine Wirkung beobachten, die eigentlich nicht erwünscht ist. Zu diesen Nebenwirkungen gehören beispielsweise Müdigkeit und Erbrechen. Darüber hinaus können Hautempfindlichkeiten der verschiedensten Art und in seltenen Fällen eine Anämie auftreten.