Company

Prostata

Medikamente gegen Prostatavergrößerung:


Prostatavergrößerung Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet. Alle männlichen Säugetiere, damit auch der Mann, hat eine solche Geschlechtsdrüse. Die Aufgabe der im Normalzustand etwa kastaniengroßen Prostata ist, eine Flüssigkeit zu produzieren, die sich beim Samenerguss in der Harnröhre mit den Spermien vermischt und sie dadurch mit einem Medium umgibt, welches den Spermien ihre Beweglichkeit ermöglicht. Die Prostata befindet sich beim Mann unter dem Bauchfell in der Nähe des Halses der Harnblase. Durch die Prostata hindurch verläuft die Harnröhre. Viele Männer haben durch eine gut- oder auch bösartige Vergrößerung der Prostata vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter Beschwerden, die sich zunächst beim Wasserlassen bemerkbar machen.

Symptome einer Erkrankung der Prostata

Da sich in den meisten Fällen die Anteile der Vorsteherdrüse gutartig vergrößern, die in direkten Kontakt mit der Harnröhre stehen, bemerken die betroffenen Männer zunächst, dass der Harnstrahl dünner wird und sie nur noch kleine Mengen an Urin entleeren können. In fortgeschrittenen Stadien kann es sein, dass der Harn nur noch tröpfelnd ausgeschieden werden kann. Die Vergrößerung der Prostata engt die Harnröhre so ein, dass sie das Ableiten des Urins aus der Blase nicht mehr vollständig erfüllen kann. Oft tritt auch ein unkontrolliertes Nachtröpfeln von Urin auf. In schweren Fällen kann der Betroffene das Wasser nicht mehr halten. Der Arzt unterscheidet zwischen Harnspeicherstörungen und Harnblasenentleerungsstörungen. Bei Harnspeicherstörungen muss der Patient in kurzen Abständen immer wieder die Toilette aufsuchen. Durch die Einengung der vergrößerten Prostata baut sich immer wieder in kurzer Zeit ein starker Harndrang auf. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einem chronischen Harnverhalt kommen, der in einer Überdehnung der Blase und dem ständigen Vorhandensein von Restharn in der Blase seine Ursache hat. Der Harnstau kann häufige Harnwegsinfekte zur Folge haben, da durch die mangelhafte Entleerung ein starkes Anwachsen von bakteriellen Keimen in der Blase ermöglicht wird. Das unkontrollierbare Harnträufeln kann sich bis zu einer Überlaufinkontinenz steigern, bei der sich der Urin bis zu den Nieren aufstaut. Dies löst schwere Schmerzen aus, und es können die Niere und die gesamten ableitenden Harnorgane geschädigt werden.

Die Diagnose der Prostataerkrankung

Im höheren Lebensalter kommt es bei fast allen Männern zu einer moderaten Vergrößerung der Prostata. Der Arzt wird sich bei seinem Patienten zunächst nach den derzeitigen Beschwerden, nach anderen bereits bekannten und behandelten Erkrankungen und der Einnahme von Medikamenten erkundigen.

Zu der Diagnostik von Erkrankungen der Prostata gehört als körperliche Untersuchung das Abtasten der Vorsteherdrüse vom Enddarm her. Durch dieses Befühlen kann der Arzt das Ausmaß der Vergrößerung beurteilen. Auch die Konsistenz des Gewebes der Prostata kann so geprüft werden. Kann der Arzt Verhärtungen in der Drüse ertasten, ist dies ein Hinweis dafür, dass Tumore in der Prostata vorhanden sein können. Labortechnische Untersuchungen des Harns auf Krankheitserreger gehören ebenfalls zur Diagnostik. Die Feststellung des PSA-Wertes durch eine Untersuchung des Blutes wird ebenfalls durchgeführt. Ein erhöhter PSA-Wert ist für den Arzt ein Verdachtsmoment, der auf eine gutartige und eine bösartige Ursache der Vergrößerung der Prostata hinweisen kann.

Allerdings ist der diagnostische Wert sehr umstritten. Zumindest genügt es auf keinen Fall, den PSA-Wert nur ein einziges Mal zu bestimmen und daraus bereits die therapeutischen Konsequenzen zu bestimmen. Der PSA-Wert kann sich bereits durch die Manipulation an der Vorsteherdrüse während der körperlichen Untersuchung durch den Arzt erhöhen. Auch Fahrrad fahren kann die Prostata reizen und zu einer Steigerung des PSA-Wertes führen. Aussagekräftig sind nur eine ganze Reihe von Messungen, die lediglich eine Tendenz des PSA-Wertes wiedergeben. Die transrektale Ultraschalluntersuchung ergibt messbare Ergebnisse zu der tatsächlichen Vergrößerung der Geschlechtsdrüse.

Die Therapie

Bei Patienten mit leichten Beschwerden beim Harnlassen und ohne große Restharnmenge in der Blase werden zunächst nur regelmäßig kontrolliert. Neben chemischen Medikamenten haben sich Extrakte aus der Sägepalme, dem Arzneikürbis und der Brennnessel zur Behandlung der Symptomatik bewährt. Bei starken Beschwerden und bei Prostatakrebs wird die Vorsteherdrüse operativ entfernt.